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Natürliches Antibiotikum selber machen Die verschiedenen Wirkmechanismen von Kapuzinerkresse und Meerrettich beruhen auf direkte antibakterielle, antivirale Wirkung durch Senföle. Diese werden bereits im Dünndarm vollständig resorbiert, sodass bislang weder eine Resistenzbildung noch eine Schädigung der körpereigenen Darmflora beobachtet wurde. Der menschliche Organismus wird dadurch in seiner Immunabwehr allgemein gestärkt.
Meerrettich Zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert wanderte der Meerrettich über Südrussland nach Mitteleuropa ein. Das wird von Hildegard von Bingen in ihren botanischen Schriften untermauert, in denen sie über Meerrettich als Heilpflanze berichtet. Von Geschmack und Genuss war damals noch keine Rede. Erst zum Ende des Mittelalters wurde die Wurzel in der Küche salonfähig und ist bis heute sowohl als Heilpflanze als auch aufgrund ihres Geschmacks hoch angesehen. Meerrettich macht der Bezeichnung pflanzliches Antibiotikum alle Ehre. Den Hauptwirkstoffen Senfölglykoside, auch Glucosinolate genannt, hat eine entzündungshemmende Wirkung. Die gesamte Wirkstoffkombination bestehend aus den Vitamin C, B1, B2, B6 sowie Betacarotin, Kupfer, Mangan, Eisen und reichlich Kalium kann als antitrombotisch, cholesterinsenkend, verdauungsfördernd sowie als Blutdruckregulator angesehen werden.
Rezepte mit Meerrettich Meerrettich-Honig: Dieser Meerrettich-Honig hilft gegen Husten, Schnupfen sowie bakterielle Hals-Entzündungen und kann auch vorbeugend wirken, da er das Immunsystem stärkt. Er wirkt außerdem entkrampfend, beruhigt die Bronchien und kann Reizhusten lindern. 300 g Honig, 10 cm lange Meerrettichwurzel, Schraubglas. Den Meerrettich entweder in Scheiben schneiden, fein reiben oder in einen Mixer geben. Mit dem Honig vermischen und 24 Stunden ziehen lassen. Danach den Honig leicht erhitzen, aber nicht über 30°C. Den Meerrettich abseihen und in das Glas füllen. Der Meerrettich-Honig ist mindestens 4 Wochen haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bei akuten Beschwerden: Maximal 4 EL pro Tag einnehmen.
Meerrettichwein bei Blasenleiden: Wegen seiner antibiotischen Wirkung kann Meerrettich auch bei leichten, bakteriellen Infekten der Harnwege bzw. bei Blasenentzündungen helfen. Die Bakterien können abgetötet werden. Meerrettich, in Scheiben geschnitten, Weißwein, Weinglas. Acht bis zwölf dünne Meerrettich-Scheiben in ein Glas und übergieße diese mit Weißwein. Einen Tag abgedeckt ziehen lassen. Täglich nicht mehr als 100 ml von dem Wein zu sich nehmen.
Breiumschlag bei Muskelschmerzen: Die enthaltenen Senföle sind sehr scharf und können durch ihre hautreizende Wirkung die Durchblutung anregen. Aus diesem Grund ist Meerrettich ein bewährtes Hausmittel bei leichten Muskelschmerzen und Verspannungen. Meerrettich, gerieben, Leinen- oder Baumwolltuch. Geriebene Wurzel auf ein Leinen- oder Baumwollhandtuch geben, Tuch umschlagen und auf die betroffene Stelle legen. Achte darauf, dass die Haut nicht direkt mit dem Meerrettich in Kontakt kommt, sonst können zu starke Hautreizungen entstehen. Den Umschlag spätestens nach zehn Minuten wieder entfernen oder schon früher, wenn die Haut zu bitzeln anfängt. Anschließend die Haut sanft mit Wasser waschen.
Kapuzinerkresse Die Kapuzinerkresse ist bekannt für ihre Heilwirkung: Sie besitzt diverse weitere Vitamine sowie Mineralien und Spurenelemente. Sie hilft, das Blut zu reinigen, und unterstützt bei der Ausscheidung von Giftstoffen. Die Pflanze ist appetitanregend, fördert die Durchblutung und verschafft außerdem ein Gefühl von Wohlbefinden. Die in der Kresse enthaltenden Senfölstoffe wirken gegen Entzündungen bei Atemwegserkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis, aber auch bei Blasenentzündungen. Genau aus diesem Grund gilt die Kapuzinerkresse als natürliches Antibiotikum, gerade bei vielen bakteriellen Infekten. Sogar einen Virusinfekt kann man mit der scharfen Kresse bekämpfen.
In der Naturheilkunde wird Kapuzinerkresse häufig in Kombination mit Meerrettichwurzel eingesetzt. Für Harnwegsinfekte und Infekte der Atemwege ist die Wirksamkeit dieser Kombination gut belegt. So zeigt eine Studie, die 2007 veröffentlicht wurde, dass ein Kombinationspräparat aus Meerrettichwurzel und Kapuzinerkresse bei einem Harnwegsinfekt genauso wirksam ist wie ein Standard-Antibiotikum. Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr belegt zudem, dass das Kombi-Medikament wiederkehrenden Harnwegsinfekten vorbeugt. Letzteres hat auch Eingang in die medizinische Leitlinie zur Behandlung von Harnwegsinfekten gefunden.
Auch bei Infekten der Atemwege, - wie einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder einer Bronchitis, kann die Kombination aus Meerrettichwurzel und Kapuzinerkresse helfen. Die zuerst erwähnte Studie von 2007 und einen zweite aus dem Jahr 2004 zeigen, dass auch hier das pflanzliche Kombinationspräparat genauso wirksam ist wie eine Standard-Antibiotikatherapie. Rezepte mit Kapuzinerkresse
Kapuzinerkresse-Tee: 10 bis 20 Gramm frische oder getrocknete Kapuzinerkresse mit einem Liter heißem Wasser übergießen, acht bis zehn Minuten ziehen lassen. Danach abseihen. Zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
Kapuzinerkresse-Essigauszug: Frische oder getrocknete Blätter und Blüten zerkleinern und in einem Schraubglas vollständig mit Essig (es eignet sich jeder Essig, den man gerne in der Küche nutzt) bedecken. 14 Tage an einem lichtgeschützten Raum stehen lassen, gelegentlich schütteln. Nach Bedarf zwei bis drei Teelöffel über den Tag verteilt trinken oder einen Teelöffel Essigauszug in einem Glas Wasser auflösen.
Kapuzinerkresse-Samen als "falsche Kapern": Die Samen in einem Schraubglas mit zwei bis drei Teelöffeln Salz mischen und eine Woche im Kühlschrank stehen lassen. Die entwässerten Kapern spülen, wieder in das Glas füllen mit heißem Essig übergießen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren und wie echte Kapern verwenden.
Antibiotika Tinktur - Rezept zum Selbermachen: 50g Kapuzinerkresse-Blätter grob zerschneiden und 1cm Meerrettichwurzel raspeln. Alles in ein Glas füllen und mit 250ml Ansatzalkohol (min. 50 %) auffüllen. Jetzt kann man das Glas verschließen und zwei Wochen ziehen lassen, dabei gelegentlich schütteln. Anschließend die Flüssigkeit ab sieben und in Tinktur Fläschchen füllen. Das selbst gemachte natürliche Antibiotikum kann nun nach dem Essen dreimal täglich mit etwa 30 Tropfen (je nach Bedarf) eingenommen werden.
******************************************************************************************************************************************* Artemisia annua Beifuss, eine mehrjährige, bis 1 m hohe Pflanze mit stark zerteilten Blättern (oberseits dunkelgrün, unten silbrig). Die unscheinbaren gelblichen oder rotbraunen Blütenköpfe stehen in einer endständigen Rispe. Kommt in verschiedenen Sorten vor, Wermut (Artemisia absinthium, hauptsächlich Orient), Einjährigen Beifußes (Artemisia annua hauptsächlich China) und Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris), (syn. Artemisia lactiflora, A. samamisica, syn. Gewürzbeifuss) der in Europa wächst. Der wichtigste Wirkstoff des Einjährigen Beifuß ist das Artemisinin. Dieser Inhaltsstoff wurde erst in den 1970er Jahren entdeckt und hat sich seitdem als einer der wirkungsvollsten Stoffe im Kampf gegen Malaria bewährt. Artemisinin kann effektiv Parasiten, die sich in den roten Blutkörperchen befinden, abtöten. Doch nicht nur bei Malaria hat sich Artemisinin bewährt: Auch andere Inhaltsstoffe des Beifuß, wie Flavonoide und Terpene, sind wertvolle Bestandteile, die eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung haben können.
Der einjährige Beifuß (Artemisia annua) wird schon seit vielen Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Heilpflanze eingesetzt. In wissenschaftlichen Studien zeigt das Kraut beeindruckende Heilkräfte gegen verschiedene Erkrankungen, darunter Malaria und Krebs. Der einjährige Beifuß wird zur Gewinnung der Substanz Artemisinin genutzt. 2015 erhielt die Chinesin Youyou Tu denNobelpreis für Physiologie und Medizin. Sie entdeckte das Potential des Artemisinin zur Bekämpfung von Plasmodien, einzelligen Parasiten, die die Malaria auslösen. Artemisinin kann direkt eingesetzt oder zu Artesunat verarbeitet werden. Artesunat wirkt toxisch gegenüber Krebszellen und kann deren Zelltod auslösen. Weiterhin bindet der Wirkstoff Eiweiße und bildet sogenannte Proteinaddukte welche einen Tumor von innen zersetzen können.
In Pilotstudien wurde Artesunat bereits gegen schwarzen Hautkrebs, Leukämie, Darm- Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs eingesetzt. Krebszellen speichern bedeutend mehr Eisen als gesunde Zellen. Der pro-oxidativ wirksame biologische Krebstherapie-Wirkstoff Artesunat geht in eisenhaltigen Zellen mit Eisen eine Oxidationsreaktion ein, die sogenannte Fenton-Reaktion. Das dabei entstehende Sauerstoffradikal Wasserstoffperoxid kann Zellen schädigen und zum Absterben der Zellen führen. Dieser als Ferroptose bekannte Mechanismus wurde erstmals im Jahr 2012 bekannt und spielt sich aufgrund des hohen Eisengehaltes fast ausschließlich in Krebszellen ab. Die Eisenteilchen werden in das Zellinnere geschleust. Gibt man Artemisinin, kommt es zur massiven Freisetzung von Sauerstoffradiakalen in der Krebszelle, so dass sie vernichtet werden. Diese sterben den Eisentod. Bestätigt wurden diese Befunde an Brustkrebszellkulturen. Acht Stunden nach Exposition gegen Artemisinin waren 75 Prozent der Zellen vernichtet, nach 16 Stunden lebten so gut wie keine mehr. Noch beeindruckender waren Tests mit Leukämiezellen. Diese waren bereits nach acht Stunden völlig zerstört. Eine Studie, über die im Science Mag berichtet wurde (Original Studie hier), belegt, dass Artemisinin gemischt mit Eisen während eines Versuchs 98 Prozent aller im Test bereitgestellten Krebszellen zerstörte. Gegen alle Arten von Krebs soll dieses Verfahren beträchtliche Wirkung gezeigt haben. Das Vermischen mit Eisen scheint der entscheidende Punkt zu sein, bei der Gabe von Artemisinin ohne Eisen wurden nur 28% aller Krebszellen abgetötet. Durch die gezielte Gabe von Eisenpräparaten könnte das Artemisinin zudem in der Lage sein, gute von schlechten Zellen zu unterscheiden. Gary Poser, Chemiker an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland, bezeichnete die Ergebnisse der Studie als sehr vielversprechend und als einen möglichen großen Durchbruch.
Bei aggressiveren Krebsarten, wie beispielsweise Bauchspeicheldrüsenkrebs oder akuter Leukämie, sind die Testergebnisse sehr vielversprechend. Diese Krebsarten zeichnen sich durch eine extrem schnelle Zellteilung und damit durch noch höhere Eisenkonzentrationen aus. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Artemisinin auch Einfluss auf die Neoangiogenese nimmt. Das bedeutet, der Stoff kann möglicherweise verhindern, dass der Tumor sich neue Wege im Organismus schafft und Metastasen bildet.
Originalveröffentlichung: A. Hamacher-Brady, H.A. Stein, S. Turschner, I. Toegel, R. Mora, N. Jennewein, T. Efferth, R. Eils, N.R. Brady: Artesunate activates mitochondrial apoptosis in breast cancer cells via iron-catalysed lysosomal reactive oxygen species production. J Biol Chem. 2011 Feb 25; 286(8): 6587-6601, DOI: 10.1074/jbc.M110.210047.
Heilwirkung und Einsatzgebiete Entzündungshemmung: Der Einjährige Beifuß zeigt in verschiedenen Studien eine deutliche entzündungshemmende Wirkung. Das liegt an den enthaltenen Flavonoiden und Terpenen, die entzündliche Prozesse im Körper hemmen können. Dies könnte gerade bei chronischen Entzündungen, wie sie bei Allergien oder Autoimmunerkrankungen vorkommen, von Vorteil sein. Antioxidative Eigenschaften: Die antioxidative Wirkung der Pflanze kann dazu beitragen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren. Freie Radikale sind reaktive Moleküle, die Zellschäden verursachen können und mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung stehen, darunter auch Krebs. Antioxidantien helfen dabei, die Zellen zu schützen und den Alterungsprozess zu verlangsamen. Unterstützung des Immunsystems: Artemisia annua kann das Immunsystem unterstützen. Vor allem Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr könnten von den immunstärkenden Eigenschaften profitieren. Viren und Bakterien bekämpfen: Einige Studien zeigen, dass Artemisia annua auch eine antivirale und antibakterielle Wirkung hat. Insbesondere bei Atemwegserkrankungen wird die Pflanze traditionell eingesetzt, um die Vermehrung von Krankheitserregern zu hemmen und so den Krankheitsverlauf zu mildern. Wurmmittel gegen diverse Darmparasiten. Behandlung von Verdauungsstörungen und Appetitmangel. Hippokrates erkannte den Beifuß als menstruationsfördernd, zur Geburtserleichterung und nach der Geburt, um eine Geburt einzuleiten. Der Beifuß wurde im Mittelalter auch als Kraut zur Abtreibung eingesetzt. Als so genanntes Periodenkraut, ein Kraut also, das die Periode anregt und auch Kontraktionen im Becken verursachen kann, darf es nicht in den ersten Wochen einer Schwangerschaft eingenommen werden.
Artemisia-Salbe zur äußerlichen Anwendung kann man selbst herstellen. In der Schweiz wird sie auch als „Heile-Welt-Salbe“ bezeichnet. Es handelt sich um einen Allrounder, der in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen sollte. Die Salbe hilft u.a. bei Ekzemen, Juckreiz, Insektenstichen und Warzen.Getrocknete und gepulverte Blätter mit 100 ml Olivenöl, Rizinusöl, im Wasserbad eine Stunde erhitzen und filtern, 10 g geschmolzenes Bienenwachs beifügen, umrühren, in saubere Dosen abfüllen. Salbe zur Verwendung bei Hämorrhoiden, Wunden, Säuglingsekzeme, Aufliegen bei Bettlägerigen, Fußpilz, Neurodermitis, Akne. Wichtig: Es darf kein Wasser in die Salbe kommen, sonst verdirbt sie schnell. Gut hergestellt ist sie 1 Jahr bei Raumtemperatur haltbar.
Tinktur Artemisia annua, 40% Schnaps z.B. Korn od. Wodka, frisches oder getrocknetes Kraut des einjährigen Beifußes.
Der Beifuß wird nach dem Sammeln kleingeschnitten und kommt in ein Glas. Egal wie groß dieses ist, ihr füllt es zu einem Drittel (getrocknetes Kraut) oder maximal bis zur Hälfte (frisches Kraut) voll. Danach wird bis zum Glasrand mit dem Alkohol aufgefüllt. Danach sollte alles 4 bis 6 Wochen dunkel ausziehen und immer wieder geschüttelt werden. Nach der Extraktionszeit wird alles abgeseiht und die fertige Tinktur kommt in dunkle Tropfflaschen.
Zur Stärkung des Immunsystems oder bei akutem Einsatz können je nach Körpergewicht und Größe 3 x tgl. 10 bis 15 Tropfen eingenommen werden. Die Tinktur ist natürlich nicht für Kinder und Schwangere oder für Menschen mit Alkoholproblemen geeignet. Solltet ihr Tabletten nehmen muss der Einsatz der Tropfen vorab besprochen werden.
Artemisia Tee in der hohen Tagesdosis von 5g oder in der niedrigen Tagesdosis von 1,25g verwenden wollen. Die hohe Dosis ist zu empfehlen bei akuten Krankheits-Zuständen, die niedrige Dosis bei chronischen Krankheits-Zuständen.
Hohe Dosis, 5g getrockneten Tee (oder 25g frische Blätter) mit 1 Liter kochend Wasser übergießen, mindestens 15 Minuten ziehen lassen, über den Tag verteilt trinken. 5g getrocknete und zerkleinerte Artemisiablätter entsprechen etwa 4 schwach gehäufte Teelöffel. Oder diese Menge pulverisiert und in Sahne-Joghurt, Honig usw. einrühren und über den Tag verteilt einnehmen. Bitte dies 7 bis 10 Tage diszipliniert anwenden.
Niedrige Dosis, 1,25g getrockneten Tee (oder 6,5g frische Blätter) mit mindestens 200 ml (1 große Tasse) kochendem Wasser vor dem Frühstück übergießen, nach dem Frühstück trinken. Oder 1,25g getrocknete zerkleinerte Artemisiablätter, gleich einen schwach gehäuften Teelöffel,(wie beschrieben) Oder pulverisiert und mit Banane, Apfelbrei, Sahne-Jogurt, Honig usw. mischen und zum Frühstück einnehmen.
Verwendet werden die Blätter. In ihnen versammelt sich ein wahrer Schatz von Inhaltsstoffen, die nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht beeindruckend sind. Artemisia kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Erhältlich sind z.B. Salben, Kapseln, Rohkost-Blattpulver, Kräuterauszug und Tee. Die Pflanze lässt sich auch einjährig auf dem Balkon oder im Garten ziehen. Die Blätter werden geerntet, bevor die winzigen gelben Blüten aufgehen, und an der Luft oder im Backofen bzw. Dörrautomat getrocknet. Die getrockneten Blätter können in einer Papiertüte gelagert und kurz vor der Verwendung zu Pulver vermahlen werden.
Um sich an den sehr bitteren Geschmack des Pulvers und den Körper an die Wirkung der Bitterstoffe zu gewöhnen, sollte man bei der innerlichen Anwendung mit kleinen Mengen beginnen. Wer den bitteren Geschmack partout nicht mag, kann auf Kapseln zurückgreifen.
Studien zu Artemisia annua: Auf der Website der US national library of medicine (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed) sind 497 Studien allgemeiner Art und 51 Studien über Artemisia annua zum Thema Krebs aufgeführt. Selbst das pharmafreundliche größte Krebszentrum der Welt, das Memorial Sloan-Kettering (www.mskcc.org/cancer-care/herb/artemisia-annua) attestiert dieser Pflanze deutliche krebshemmende Eigenschaften.
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16902856www.cid.oxfordjournals.org/content/47/6/804.full https://dr-gassmann.de/therapie/artesunat/ https://bewusst-vegan-froh.de/beifuss-uraltes-wissen-gegen-krebs/ https://www.hyperthermie-zentrum-hannover.de/artemisinin-infusion https://taz.de/Krebsbekaempfung/!5197804/ https://www.unifontis.net/de/beifuss file:///C:/Users/User/Downloads/04_KSG_DrDouwes_Info_Artemisinin.pdf https://www.nobelprize.org/prizes/medicine/2015/tu/lecture/
******************************************************************************************************************************************* Beinwellwurzel
Der Beinwell hat insgesamt drei medizinisch interessante Wirkstoffe, von denen die Beinwellwurzel (frisch oder getrocknete unterirdische Bestandteile des Beinwells), das am häufigsten gebrauchte Pflanzenteil ist. Zudem wird auch das Beinwellkraut in der modernen Pflanzenheilkunde eingesetzt.
Die Beinwellwurzel verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften auf den Bewegungsapparat und ist hilfreich bei Unfallverletzungen. Bei Blutergüssen, Quetschungen, Verstauchungen und sogar bei Knochenbrüchen trägt der Wirkstoff nachweislich dazu bei, dass sich die Gewebe nicht entzünden. Krankheitserreger werden samt Gewebeflüssigkeit ausgeschwemmt, sodass Schwellungen schnell nachlassen. Zu beachten ist allerdings, dass Beinwellwurzeln nur äußerlich angewendet werden dürfen.
Beinwellwurzeln wirken entzündungshemmend, fördernd auf die Narbenbildung zur Stabilisierung eines Knochenbruchs, abschwellend, wundreinigend. Können eingesetzt werden bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen, Gelenkverschleiß.
Beinwellwurzel-Tinktur Als Einreibung bei verstauchten Gliedern, Schwellungen und nach Sportverletzungen ist eine Beinwellwurzel-Tinktur ein gutes Hausmittel. Herstellung: Beinwellwurzel 30,0 g, 70%igen Weingeist 150,0 ml, später 150,0 ml demineralisiertes Wasser.
Zerschnittene Beinwellwurzel in ein Gefäß geben und mit dem Weingeist auffüllen. Anschließend wird das Gefäß verschlossen, beschriftet und für 10 Tage an einem kühlen Ort gelagert. Danach wird die Wurzel abgefiltert und mit dem demineralisierten Wasser verdünnt.
Beinwellwurzelsalbe Eine selbsthergestellte Beinwellwurzelsalbe kann gut bei Blutergüssen, Prellungen, Verstauchungen und Gelenkschmerzen eingesetzt werden. Beinwellwurzel-Tinktur (unverdünnt) 20,0 g, Lanolin (Wollwachs) 45,0 g, Olivenöl 35,0 g
Beinwellwurzel-Tinktur (ohne Wasser) wie oben beschrieben herstellen. Anschließend werden das Lanolin und Olivenöl zusammen in einem Wasserbad geschmolzen. Einen kleinen Topf in einen größeren Topf indem sich siedendes Wasser befindet setzen. Nachdem sich das Olivenöl mit dem Lanolin vermischt hat, langsam unter ständigem rühren die Beinwelltinktur hinzu geben. Sobald sich eine homogene Mischung ergeben hat, den Topf mit der noch flüssigen Beinwellwurzelsalbe aus dem Wasserbad nehmen (Achtung Wasserdampf! Handschuhe anziehen) und die Salbe solange rühren bis sie erkaltet und fest geworden ist. Anschließend kann die Salbe in ein zuvor beschriftetes Salbendöschen eingefüllt werden. Die Beinwellwurzelsalbe 1 bis 3-mal täglich auf die entsprechende Hautstelle auftragen.
*********************************************************************************************************************** Brottrunk wirkt Blut reinigend, Stoffwechsel fördernd und entschlackt das Gewebe. 1 kg Roggenbrot, 25 g Hefe, 3 EL Honig, 8-10 l kochendes Wasser.
Der fertige Brottrunk enthält:
Genauso vielfältig wie die Inhaltsstoffe des Brottrunk ist seine Anwendung:
Für eine Brottrunk-Kur mindestens 3/4 Liter täglich trinken. Bei Hautproblemen empfiehlt sich ein Vollbad, 0,5 Liter Brottrunk zusetzen. Ein erfrischendes Fußbad, das auch gegen Fußschweiß wirkt: Zu dem Wasser ein Glas Brottrunk geben und die Füße 15 Minuten darin baden.
Brottrunk saniert nachweislich (Studie von Dipl. oec. Troph. Sonja Carlsson, 2008) das Darmmilieu, vermag pathogene Mikroorganismen im Darm zurückzudrängen und das Immunsystem zu stabilisieren (Studie von Prof. Dr. Grossarth-Maticek, Universität Heidelberg, 2008).
*********************************************************************************************************************** Manuka - Honig
MGO 100+ Äußerliche Anwendung, z. B. auf der Haut, bei Akne, gegen Pickel, offene Wunden/Wundheilung, gegen Warzen, Nagelpilz, Gegen Herpes/Genitalherpes, Pilzinfektion, Neurodermitis. Lokal mit dem sauberen Finger, einem Holzspachtel oder einem Wattestäbchen auftragen und wiederholen, bis eine Linderung eintritt. Ggf. mit einem Verband abdecken.
MGO 250+ Mund und Atemwege, z. B. bei Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung/Sinusitis, Husten, Bronchitis, Halsschmerzen, Karies. Entweder im Mund zergehen lassen, inhalieren, Honig in heißem Wasser lösen, oder in Form einer Nasenspülung anwenden. Dazu geben einfach etwas Honig in die Lösung geben und zum Spülen verwenden.
MGO 400/550+ Innerliche Anwendung, z. B. gegen Helicobacter pylori, gegen Krebs, bei Magen-Darm, bei Morbus Crohn/Darmentzündung, Blasenentzündung, Gastritis. Mehrmals täglich, möglichst nüchtern, den puren Honig, ein Teelöffel jeweils verwenden. Alternativ den Manuka in lauwarmen Getränken auflösen.
******************************************************************************************************************************************* Mariendistel Die Mariendistel (auch Silybum marianum genannt) ist ein Kraut mit purpurnen, distelförmigen Blüten und weiß marmorierten Blättern. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Ihre Früchte enthalten Silymarin, ein in der Heilkunde geschätztes und hochwirksames Gemisch aus sekundären Pflanzenstoffen. Des Silymarins wegen wird die Mariendiestel vor allem zur Unterstützung der Leberregeneration bei Zirrhose, Hepatitis oder Fettleber und zur allgemeinen Lebergesundheit eingesetzt, denn sie entgiftet dieses lebenswichtige Organ.
Sie senkt den Cholesterinspiegel, was zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch von Schuppenflechte oder Ekzemen beiträgt. Außerdem bietet sie Schutz vor oxidativem Stress und daraus resultierenden Entzündungen und Erkrankungen (Krebs, Diabetes, Herzerkrankungen).
Mariendisteltee 150 ml (1 Tasse) Wasser aufkochen und auf 80°C (ca. 5 Min.) abkühlen lassen. 1 Teelöffel Mariendistelkraut hinein geben und bedeckt 5-10 Min. ziehen lassen. Vor der Anwendung durch ein Teesieb geben und je nach Geschmack z. B. mit Honig süßen.
3mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten Mariendisteltee trinken.
Zur Appetitanregung: 3mal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten 1 Tasse frisch zubereiteten Mariendisteltee trinken.
Bei Verdauungsbeschwerden: 3mal täglich nach den Mahlzeiten 1 Tasse frisch zubereiteten Mariendisteltee trinken.
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