Weisheiten

Gleichnisse, Metaphern, Fabeln und Geschichten können uns einen Spiegel vorhalten, indem wir uns wiederfinden und erkennen. Sie erleichtern uns den Blick auf unsere Fehler und Schwächen, regen uns zum Nachdenken an und können so ein Anstoß sein, unser Verhalten zu überdenken und zu ändern.

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen, vor allem aber viele anregende Impulse für dein Leben und deine Beziehungen.

 

 

 

 

Zitat von Osho: "All die Kulturen und all die Religionen haben euch dazu konditioniert, ein negatives Gefühl von euch selbst zu haben. Niemand wird nur um seiner selbst oder ihrer selbst willen geliebt oder geschätzt. Dein Wert ist nicht mitgegeben; das ist es, was man euch allen beigebracht hat. Dein Wert muss erst bewiesen werden. Daher kommt eine tiefe Feindschaft gegen dich selbst auf, ein tiefes Gefühl, dass ‚ich wertlos bin, so wie ich bin, außer, ich beweise das Gegenteil’. Millionen und Abermillionen von Menschen liegen im Wettkampf miteinander. Wie viele davon können Erfolg haben? Wie viele Leute können Präsidenten und Premierminister werden? In einem Land mit Millionen von Menschen kann nur einer Präsident werden, und tief drinnen sehnt sich jeder danach. Millionen werden sich unwert fühlen. Die Vorstellung von Erfolg quält dich. Sie ist das größte Unglück, das je der Menschheit geschehen ist, diese Vorstellung von Erfolg, dass du Erfolg haben musst. Und Erfolg bedeutet, dass du rivalisieren musst, dass du kämpfen musst, mit fairen oder unfairen Mitteln, das ist egal. Sobald du Erfolg hast, ist alles okay. Es geht nur um Erfolg. Selbst wenn du mit unfairen Mitteln Erfolg hast, ist alles, was du getan haben magst, okay, solange du nur erfolgreich bist. Erfolg ändert die Qualität all deiner Handlungen. Erfolg verwandelt üble Mittel in gute Mittel. Die einzige Frage ist also: Wie Erfolg haben? Wie an die Spitze gelangen? Natürlich können nur sehr wenige zur Spitze gelangen. Wenn jeder auf den Mount Everest hinauf will, wie viele Leute können dort stehen? Da ist nicht viel Platz. Nur einer allein kann dort bequem stehen. Dann werden die Millionen, die ebenfalls hinwollen, das Gefühl des Misserfolges haben; eine große Verzweiflung wird sich in ihren Seelen niederlassen. Sie werden anfangen, sich negativ zu fühlen. Dies ist eine falsche Art von Erziehung. Diese sogenannte Erziehung, die man euch hat angedeihen lassen, eure Schulen, eure Universitäten vergiften euch. Jede Erziehung, die auf dem Gedanken des Ehrgeizes basiert, führt zu einer Hölle auf Erden. Und das ist bereits erfolgreich geschehen. In Wirklichkeit ist es so: Niemand ist unterlegen und niemand ist überlegen, weil jedes Individuum einzigartig ist, es ist gar kein Vergleich möglich. Du bist du, und du bist ganz einfach nur du, und du kannst niemand anderes sein, und du brauchst es auch nicht. Und du brauchst nicht berühmt zu werden und du brauchst kein großer Erfolg zu sein in den Augen der Welt. Das alles sind dumme Vorstellungen. Alles, was du brauchst, ist kreativ, liebevoll, bewusst und meditativ zu sein. Wenn du Dichtung in dir aufkommen fühlst, schreibe sie um deiner selbst willen, für deine Frau, für deine Kinder, für deine Freunde und vergesse alles andere! Singe sie, und wenn niemand zuhört, sing sie für dich allein und genieß es! Geh zu den Bäumen, und sie werden dir Beifall klatschen und es zu schätzen wissen. Oder sprich zu den Vögeln und den Tieren, und sie werden sehr viel besser verstehen als die dummen Menschen, die seit Jahrhunderten und Jahrhunderten mit falschen Begriffen vom Leben vergiftet worden sind. Mein ganzer Ansatz ist der, dass das Dasein in sich wertvoll ist. Einfach nur, dass du da bist, ist eine solche Gabe Gottes, könntest du mehr fordern? Einfach nur zu atmen in dieser wunderschönen Existenz ist Bescheinigung genug, dass Gott dich liebt, dass die Existenz dich braucht. Ansonsten wärest du nicht hier. Du bist! Die Existenz hat dir die Geburt gegeben. Es muss eine ungeheure Notwendigkeit dafür bestanden haben, du hast eine Lücke gefüllt. Ohne dich wäre die Existenz ärmer. Aber wenn ich dies sage, sage ich dies nicht nur zu dir. Ich sage es auch zu den Bäumen, zu den Vögeln, zu den Tieren, zu den Kieseln am Ufer des Meeres. Ein einziger Kieselstein weniger an der unendlichen Meeresküste, und die Meeresküste wäre nicht mehr die gleiche. Eine einzige Blume weniger, und das Universum würde sie vermissen. Du musst lernen, dass du wertvoll bist, so wie du bist. In dem Gefühl, dass du wertvoll bist, so wie du bist, wirst du auch empfinden, dass die anderen wertvoll sind, so wie sie sind. Akzeptiere die Menschen, wie sie sind. Lass alle "Sollte" und "Müsste" fallen, dies sind die Feinde. Und du trägst so viele "Tu dies" und "Lass das" mit dir herum, dass du deswegen nicht tanzen kannst. Die Last drückt dich zu sehr. Und dir sind so viele Ideale und Ziele mitgegeben worden, Ideale der Vollkommenheit, dass du immer das Gefühl hast, nicht zu genügen. Und die Ideale sind absolut unmöglich. Du kannst sie nicht erfüllen; es gibt keine Möglichkeit, sie zu erfüllen. Und so kannst du ihnen niemals genügen. Perfektionist zu sein heißt, ein Neurotiker zu sein. Und euch allen wurde gesagt, ihr sollt perfekt sein. Das Leben ist so schön in all seinen Unvollkommenheiten. Nichts ist vollkommen. Lasst es mich euch sagen: Selbst Gott ist nicht vollkommen, denn wenn Gott vollkommen wäre, dann hätte Friedrich Nietzsche recht, dass Gott tot ist. Perfektion bedeutet, dass jetzt keine Möglichkeit des Wachsens mehr ist. Perfektion bedeutet, dass jetzt alles aus ist. Unvollkommenheit bedeutet, dass es eine Möglichkeit zu wachsen gibt. Unvollkommenheit bedeutet die Aufregung neuer Weidegründe, bedeutet Ekstase, Abenteuer. Unvollkommenheit bedeutet, dass du lebendig bist, dass das Leben noch da ist. Und das Leben ist ewig, darum sage ich: Das Leben ist ewig unvollkommen. Und es ist nichts daran verkehrt, unvollkommen zu sein. Akzeptiere deine Unvollkommenheit! Akzeptiere deinen gegenwärtigen Zustand, und vergleiche ihn nicht mit irgendeiner zukünftigen Vollkommenheit, einem zukünftigen Ideal. Lebe diesen Tag in all seiner Schönheit, in all seiner Freude, in all seinem Schmerz, seiner Agonie, in all seiner Ekstase. Lebe ihn in seiner Totalität, in seiner Dunkelheit, in seinem Licht. Lebe den Hass und lebe die Liebe. Lebe die Wut und lebe das Mitgefühl. Lebe, was immer in diesem Augenblick zur Verfügung ist. Mein Ansatz ist nicht Vollkommenheit, sondern Totalität. Lebe den Augenblick, der dir zur Verfügung steht, total, und der nächste Augenblick wird aus diesem geboren werden. Wenn dieser Augenblick total gelebt wurde, wird der nächste zu höheren Ebenen der Totalität gelangen, zu einem höheren Gipfel der Totalität, denn woher soll denn der nächste Augenblick kommen? Er wird aus diesem Moment geboren. Vergiss die Zukunft ganz und gar - die Gegenwart ist genug. Jesus sagt: "Denk nicht an das Morgen, und sieh die Lilien auf dem Felde, wie schön die sind! Selbst Salomon war nicht so schön gekleidet in all seiner Pracht." Was ist das Geheimnis der schönen Lilien, der armen Lilien? Das Geheimnis ist einfach: sie denken nicht an das Morgen, sie wissen nichts von der Zukunft. Morgen existiert nicht. Dieser Tag ist sich selbst genug, dieser Augenblick ist sich selbst genug. Wenn ihr euren Körper liebt, wird euch früher oder später die Seele bewusst, die in ihm wohnt. Wenn ihr die Bäume und die Berge und die Flüsse liebt, werdet ihr früher oder später die unsichtbaren Hände Gottes hinter allem erkennen. Seine Signatur ist auf jedem Blatt. Ihr braucht nur Augen, um zu sehen und nur positive Augen können sehen, negative Augen können nicht sehen, negative Augen sind blind. Negative Augen sehen nur das Falsche. Wenn Gott dir die Geburt geschenkt hat, ist dies Beweis genug. Es ist kein anderer Beweis nötig, dass du irgendeinen enormen Wunsch des Universums erfüllst! Fang an, dich selbst zu lieben, weil dies der einzige Weg ist, auch andere zu lieben, weil dies der einzige Weg ist, Gott zu lieben. Wenn du dich selbst hasst, wirst du auch deinen Schöpfer hassen, denn schließlich ist er verantwortlich. Er hat einen unwerten Menschen wie dich geschaffen. Er hat dich hässlich gemacht. Er hat dir schlechte, falsche Wünsche eingepflanzt. Er ist der Schuldige! Indem du deine eigenen Instinkte verdammst, deine eigenen Wünsche, dein eigenes Leben, verdammst du indirekt Gott selbst. Akzeptiere dich, sonst wirst du zum Heuchler. Unterdrücke nichts, nichts in dir ist negativ. Das Dasein ist absolut positiv. Bring dich zum Ausdruck! Bring deinen verstecktesten Kern zum Ausdruck! Singe dein Lied. Und mach dir keine Gedanken, was es sein mag. Erwarte nicht, dass irgendjemand Beifall zollt, das ist nicht nötig. Das Singen selbst sollte der Lohn sein. Wenn du wirklich leben willst, brauchst du ein tiefes JA in deinem Herzen. Nur ein JA erlaubt dir zu leben. Es gibt dir Nahrung, es gibt dir Raum, dich zu bewegen. Beobachte einfach einmal dieses Wort. Selbst wenn du nur das Wort JA wiederholst, beginnt sich etwas in dir schon zu öffnen. Sag nein, und etwas schrumpft, sag nein, wiederhole nein, und du tötest dich. Sag JA, und du fühlst dich überfließen. Sag JA, und du bist bereit zu lieben, zu leben, zu sein.“

 

Osho, Therapie hilft, Liebe heilt, S. 79-96

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Wenn wir unsere Kraft und Fähigkeiten, unsere Freude und Liebe bündeln, können wir den Himmel auf die Erde und die Erde in den Himmel bringen!

 

Der Saal der 1000 Spiegel!

 

Irgendwo in Tibet in einem Tempel gab es einen Saal der 1000 Spiegel. Es ergab sich, dass sich eines Tages ein Hund in diesem Tempel verirrte und in diesen Saal gelangte.

Plötzlich konfrontiert mit 1000 Spiegelbildern, knurrte und bellte er seine vermeintlichen Gegner an.

 

Diese zeigten ihm ebenso tausendfach die Zähne und bellten zurück.

Darauf reagierte der Hund noch wilder und aggressiver.

 

All dies führte schließlich dazu, dass der Hund völlig verängstigt aus dem Tempel rannte und überzeugt davon war, dass alle Hunde dieser Welt böse und schlecht sind.

Es verging einige Zeit und irgendwann kam ein anderer Hund in den gleichen Tempel und in den Saal der 1000 Spiegel. Auch dieser Hund sah sich tausendfach umgeben von seines gleichen.

 

Da wedelte er freudig mit seinem Schwanz und tausend Hunde wedelten ihm entgegen und freuten sich mit ihm. Freudig und ermutigt verließ dieser Hund den Saal und war überzeugt, dass alle Hunde dieser Welt nett und freundlich sind.

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Von der Schwierigkeit, es allen recht zu machen

 

Ein Vater zog mit seinem Esel in der Mittagsglut durch die staubigen Gassen von Kesha. Der Vater saß auf dem Esel, den der Junge führte.

 

„Der arme Junge“, sagte da ein Vorübergehender. „Seine kurzen Beinchen versuchen mit dem Tempo des Esels Schritt zu halten. Wie kann man so faul auf dem Esel herumsitzen, wenn man sieht, dass das kleine Kinde sich müde läuft.“

Der Vater nahm sich dies zu Herzen, stieg hinter der nächsten Ecke ab und ließ den Jungen aufsitzen.

Gar nicht lange dauerte es, da erhob schon wieder ein Vorübergehender seine Stimme:“ So eine Unverschämtheit. Sitzt doch der kleine Bengel wie ein Sultan auf dem Esel, während sein armer, alter Vater, nebenherläuft. “ Dies schmerzte den Jungen und bat den Vater, sich hinter ihn auf den Esel zu setzen.

 

„Hat man so etwas schon gesehen? “ keifte eine schleierverhangene Frau, „solche Tierquälerei! Dem armen Esel hängt der Rücken durch, und der alte und der junge Nichtsnutz ruhen sich auf ihm aus, als wäre er ein Diwan, die arme Kreatur!“

Die Gescholtenen schauten sich an und stiegen beide, ohne ein Wort zu sagen vom Esel herunter. Kaum waren sie wenige Schritte neben dem Tier her gegangen, machte sich ein Fremder über sie lustig: „So dumm möchte ich nicht sein. Wozu führt ihr denn den Esel spazieren, wenn er nichts leistet, euch keinen Nutzen bringt und noch nicht einmal einen von euch trägt?“

 

Der Vater schob dem Esel eine Hand voll Stroh in Maul und legte seine Hand auf die Schulter seines Sohnes.

 

„Gleichgültig, was wir machen, sagte er, es findet sich doch immer jemand, der damit nicht einverstanden ist. Ich glaube, wir müssen selbst wissen, was wir für richtig halten.“

 

Nossrat Peseschkian

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Das Geheimnis

 

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.

„Herr“, fragten sie, „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.“

 

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.

 

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde.

Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns.

Was du sagst tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen.

Aber wir sind nicht glücklich. Was also ist dein Geheimnis?“

 

Es kam die gleiche Antwort.

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher geht, liegt und esst auch ihr. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin ihr geht und während ihr geht fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken immer wo anders und nicht da, wo ihr gerade seid.

 

In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das wirkliche Leben statt. Lasst euch auf diesen Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, glücklich und zufrieden zu sein.

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Der alte Mann und das Pferd

 

Ein alter Mann lebte in einem Dorf, zwar arm, aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes weißes Pferd. Könige boten viel Geld für das Pferd, aber der Mann sagte: „Wie könnte man einen Freund verkaufen?“

Der Mann war arm, aber sein Pferd verkaufte er nie.

 

Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das Dorf versammelte sich und die Leute sagten: „Du dummer alter Mann! Wir haben immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen würde. Es wäre besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück!

Der alte Mann sagte: „Geht nicht so weit, das zu sagen.“ Sagt einfach: „Das Pferd ist nicht im Stall.

 

Soviel ist Tatsache. Alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht, weil dies ja nur ein Bruchstück ist. Wer weiß, was folgen wird?“ Die Leute lachten den Alten aus.

 

Aber eines Abends kehrte das Pferd plötzlich zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte auch noch ein Dutzend wilder Pferde mit.

 

Wieder versammelten sich die Leute und sie sagten: „Alter Mann, du hattest recht. Es war kein Unglück, es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen.“

 

Der Alte entgegnete: „Wieder geht ihr zu weit. Sagt einfach: das Pferd ist zurück. Wer weiß, ob das ein Segen ist oder nicht?“

 

Der alte Mann hatte einen Sohn, der begann die Wildpferde zu trainieren. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich die Beine.

 

Wieder versammelten sich die Leute, und wieder urteilten sie.

Sie sagten: “Wieder hattest du Unrecht! Es war ein Unglück. Dein einziger Sohn, kann nun seine Beine nicht gebrauchen und er war die einzige Stütze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor.“

 

Der alte Mann antwortete: “Ihr seid besessen vom Urteilen. Geht nicht so weit. Sagt nur, dass mein Sohn sich die Beine gebrochen hat. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist.

 

Das Leben kommt in Fragmenten, und mehr bekommt ihr nicht zu sehen.“

Es ergab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen. Nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er verkrüppelt war. Der ganze Ort war von Klagen und Wehgeschrei erfüllt, weil man wusste, dass die meisten der jungen Männer nicht nach Hause zurückkehren würden.

 

Sie kamen zu dem alten Mann und sagten:“ Du hattest recht, alter Mann, es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei dir. Unsere Söhne sind für immer fort.“

 

Der alte Mann antwortete wieder: „Ihr hört nicht auf zu urteilen. Niemand weiß! “Sagt nur dies: „Dass man Eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Doch nur Gott, nur das Ganze, weiß ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.“

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Wir haben nur diesen Moment

 

Komm wir wollen die Zeit anhalten, hier und jetzt sein.

Von Moment zu Moment die Dichte des Lebens spüren.

Vergangenheit und Zukunft, wie Ballast abstoßen und die Gegenwart packen, wie einen auf die Erde gefallenen Himmel.

Wir haben nichts als diesen Moment. Alles Leben und Lieben muss jetzt geschehen.

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Ein orientalisches Märchen

 

Ein orientalisches Märchen erzählt von den alten Göttern, die zu entscheiden versuchten, wo sie die Kraft des Universums verstecken sollten, dass sie der Mensch nicht finden und zerstörerisch verwenden könne.

 

Ein Gott sagte: Lasst sie uns auf dem Gipfel des höchsten Berges verstecken. Aber sie entschieden, dass der Mensch schließlich den höchsten Berg ersteigen und die große Kraft finden würde.

 

Ein anderer Gott sagte: Lasst uns die Kraft auf dem Grund des Meeres verstecken. Wieder entschieden sie sich um, dass der Mensch schließlich auch die Tiefe der See erforschen würde.

 

Ein dritter Gott schlug vor: Lasst uns die Kraft des Universums in die Mitte der Erde verstecken. Aber sie mutmaßten, dass der Mensch eines Tages auch diese Region erobern würde.

 

Schließlich sagte der weiseste Gott: Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Kraft des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird niemals daran denken, dort danach zu suchen.

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Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

 

(aus dem Talmud)

 

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In der Tiefe

 

Erst in der Tiefe wird manches klar. An der Oberfläche lenkt zu viel ab. Schaumkronen, Spiegelungen.

 

In der Tiefe wird das Wasser klarer, aber auch kälter. Der Weg an die Oberfläche, um Luft zu holen, wird immer weiter.

 

Es ist nicht leicht, da unten durchzuhalten und die größere Klarheit mach die Antworten nicht leichter.

 

Nur wenige scheinen auf den Grund zu kommen. Und doch lohnt es sich, zu versuchen. 

Das Leben wird kostbarer.

 

Letztlich geht es darum, uns selbst zu entdecken. In uns liegen die Schätze.

In uns liegen die Energien, die wir anzapfen können und die Abenteuer, die zu erleben sind. Auch wir sind voller Wunder, die wir aus den Augen verlieren können, wenn wir zu viel um uns suchen.

 

Vielleicht gilt es zu lernen, uns vom Äußeren zu unserem Inneren führen zu lassen.

Unsere Fähigkeit, die Welt aufzunehmen, zu verarbeiten und ihr zu antworten, Zwiesprache mit ihr zu halten, ist unser Reichtum.

Das Wunder passiert in uns.

 

Ulrich Schaffer, Entdecke das Wunder, das du bist.

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In einer Fußgängerzone steht ein Mann und klatscht alle 10 Sekunden in die Hände.

Als ein Passant ihn fragt, was er denn tue, antwortet er: „Ich vertreibe die wilden Elefanten“. Erstaunt entgegnet der Passant: „Aber hier sind doch gar keine Elefanten".

Worauf der klatschende Mann zufrieden lächelt und feststellt: „Sehen Sie, das Klatschen wirkt“.

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